> Zurück

1. Liga: Auftakt mit klarer Zweiteilung

Aschwanden Conrad 13.11.2011

Die ersten Spiele in der Ostschweizer Erstligagruppe brachten eine klare Aufteilung der acht Mannschaften sowohl punktemässig als auch nach Regionen.
Oberhalb des Trennstriches, welcher nach den drei Spieltagen der Qualifikation die Teams in die Final- und Relegationsrunde aufteilt, sind die vier Thurgauer platziert. Ohne Punkte verbleiben die vier Mannschaften der Region St.Gallen/Appenzell (SAP) unter dem Strich. Am Vormittag als auch nach der Mittagspause bezwangen die Thurgauer die SAP-Vertreter.
Einzig in der abschliessenden Partie zwischen den heimischen Reserven der Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen (RiWi) und dem NLB-Absteiger Affeltrangen musste sich gezwungenermassen auch eine Thurgauer Mannschaft geschlagen geben. Affeltrangen hatte sowohl gegen den Aufsteiger Wolfhalden als dann auch gegen Oberbüren drohende Niederlagen nach Satzrückständen noch gedreht. Doch der dezimierte Absteiger (Todesfall im Umfeld) blieb im Kantonsderby gegen das Heimteam ohne Chance und verlor mit drei hohen Satzniederlagen.
Im Duell gegen Affeltrangen fand RiWi 2 von Beginn weg zu seinem Spiel, während das von den beiden Routiniers Marcel Eicher (82 Länderspiele) und Simon Forrer geführte Team in den zwei vorangegangenen Partien gegen Oberbüren und Wolfhalden jeweils den ersten Satz abgeben musste. RiWi 2 wendete aber beide Partien und mit dem abschliessenden Erfolg gegen Affeltrangen haben die Südthurgauer mit ihren drei Siegen grosse Chancen, an der Finalrunde mit dabei zu sein.
Wie Oberbüren, das letzten Winter nur ganz knapp den Ligaerhalt schaffte, blieb auch der Aufsteiger Wolfhalden ohne Punkte. Die Appenzeller Vorderländer starteten wohl mit einem Satzerfolg zu ihrer Erstligapremiere, mussten in der Folge aber der höheren Spielstärke der Gegner ihren Tribut zollen.
Ausgeglichener Beginn
Der erste Spieltag hatte am Samstagmorgen mit der erwarteten Ausgeglichenheit begonnen. Die jungen Reservemannschaften der beiden Rheintaler NLA-Vereine Diepoldsau und Faustball Widnau setzten sich gut in Szene, ohne jedoch Punkte zu gewinnen.
Die erste Partie zwischen Widnau und dem starken Aufsteiger Wigoltingen 2 dauerte über eine Stunde. Die Führung wechselte immer wieder und auch der Entscheidungssatz endete nur mit einem knappen Erfolg für die Thurgauer. Diese verfügen über den Luxus, genügend Schläger in ihrem Kader zu haben. So zieht es das Nationalkadermitglied Yannick Signer vor, die Hallensaison im Reserveteam zu spielen. \\\"Da komme ich sicher zum Einsatz und kann mich so optimal auf die nächste Feldsaison vorbereiten\\\", beschreibt der 22-jährige Angreifer die Situation.
Sowohl Wigoltingen als auch Widnau spielte unkonstant. Während sich die Thurgauer in den entscheidenden Momenten jedoch wieder auffingen und mit Diepoldsau auch das zweite Rheintaler Team bezwangen, blieb Widnau gegen die FG Elgg-Ettenhausen (EE) chancenlos. Mit einem Balltotal von 10:33 bezogen sie eine deutliche Dreisatzschlappe.
Die Faustballgemeinschaft blieb auch gegen Diepoldsau siegreich, doch äusserst knapp. Die Rheintaler starteten überzeugend und buchten den ersten Satz für sich. Nach dem Seitenwechsel vergab EE zuerst zwei Satzbälle, dann verpasste Diepoldsau die Zweisatzführung und musste schlussendlich den Ausgleich akzeptieren. Auch die beiden nächsten Durchgänge verbuchte EE knapp für sich, die endgültige Siegsicherung erst in der Verlängerung.
Das junge Team von der Rheininsel siegte im ersten Satz auch gegen Wigoltingen, scheiterte dann aber an zu vielen Eigenfehlern und musste die folgenden drei Sätze abgeben. Zusammen mit den andern drei SAP-Mannschaften bekommt Diepoldsau bereits am kommenden Samstag beim 2. Spieltag in Oberbüren die Möglichkeit, erste Punkte zu gewinnen.