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1. Liga-Meisterschaft: Pressebericht Final- und Relegationsrunde in Diepoldsau

Conrad Aschwanden 15.01.2012

Erst ein Entscheid definitiv - Wolfhalden muss absteigen

Faustball 1.Liga:   Vor dem letzten Spieltag ist in der Ostschweizer Erstligagruppe ist mit dem Wiederabstieg des STV Wolfhalden erst ein Entscheid definitiv gefallen. Offen bleibt die Meisterfrage sowie der zweite Absteiger.

Die Appenzeller Vorderländer blieben auch in ihren drei Vorrundenpartien der Relegationsrunde in Diepoldsau ohne Punktegewinn. Als Aufsteiger müssen sie nach nur einer Saison wieder zurück in die regionale Zweitliga. Ihr Begleiter wird am kommenden Samstagvormittag bestimmt, wenn sich die vier gefährdeten Mannschaften in Wilen zur Rückrunde treffen.

Weiterer Taucher vermieden

Theoretisch noch nicht endgültig aber praktisch sicher kann sich der STV Affeltrangen in der ersten Liga halten. So müssen die Thurgauer nach ihrem NLB-Abstieg im letzten Winter nicht weiter tauchen. Sie bekundeten aber in den Partien gegen Oberbüren und Wolfhalden schon leichte Probleme.

Zu Beginn verloren sie den Auftaktsatz gegen die St. Galler und gegen die Appenzeller benötigten sie im dritten Abschnitt die Verlängerung. Doch letztendlich verbuchten sie dennoch zwei sichere Erfolge.

Dies schien auch in der allerletzten Partie des über zehn Stunden dauernden Spieltages der Fall zu sein. Denn Affeltrangen schlug das Reserveteam von Faustball Widnau in den ersten beiden Sätzen problemlos.

Unkonstante Widnauer

Die jungen Spieler der Rheintaler hatten gegen den Willen ihres Betreuers eine Umbesetzung im Team durchgesetzt und sie bekamen prompt die Quittung für ihr Verhalten. Ihre beiden dominanten Dreisatzerfolge gegen Wolfhalden und Oberbüren liess sie die Gedanken an den drohenden Abstieg vergessen und dem Leichtsinn frönen.

Coach Stefan Linder liess sie anfangs gewähren und schritt erst nach den beiden verlorenen ersten beiden Sätzen ein. Denn Widnau war nicht wieder zu erkennen und lag nach einer katastrophalen Leistung mit 0:2 zurück. Nach Auswechslungen, Rochaden und dem nötigen Biss schafften die Rheintaler den Satzgleichstand. Doch im entscheidenden fünften Abschnitt agierten sie glücklos und mussten sich endgültig geschlagen geben. So muss Faustball Widnau 2 noch leicht Bangen, doch der Ligaerhalt scheint praktisch gesichert.

Spannender Sport - träger Entscheid

Ausgeglichen verlief am Vormittag die Finalrunde und so verspricht der Meisterschaftsabschluss am kommenden Samstagnachmittag in Wilen höchste Spannung. Ebenso der weitere Verlauf in der Aufstiegsfrage. Denn noch immer ist nicht klar, wie das Prozedere nach der Aufstockung der Nationalliga B von acht auf zwölf Mannschaften vor sich geht.

An seiner Sitzung vom letzten Donnerstag hat der Zentralvorstand von Swiss Faustball den per Mail vom 02. Januar 2012 verbreiteten Entscheid der technischen Kommission abgelehnt und prüft weiter. Es ist im Moment unklar, ob der Erstplatzierte direkt aufsteigt oder mit dem Sieger der andern Ostgruppe (ZH/SH) am 25. Februar beim Finalevent in Widnau eine Barrage austrägt.

Offener Titelentscheid

Noch alle vier Mannschaften der Finalrunde haben die Möglichkeit, am Samstag den Ostschweizer Erstligatitel zu erringen. Praktisch kaum mehr infrage kommt Wigoltingen 2, während die drei übrigen Reserveteams die Hallenmeisterschaft durchaus noch für sich entscheiden können.

Ausgeglichene Partien mit einigen verlängerten Abschnitten und vergebene Satzbälle prägten die sechs Spiel der ersten Finalrundenbegegnungen in Diepoldsau. Dabei begann alles um 08.00 Uhr früh mit zwei deutlichen Dreisatzerfolgen.

Die heimischen Reserven starteten mit einem ungefährdet sicheren Sieg gegen das ebenfalls mit fünf Zählern aus der Qualifikation gestartete Rickenbach-Wilen (RiWi) 2. Die Südthurgauer waren dann aber das erste Team, das Elgg-Ettenhausen (EE) 2 in der laufenden Hallenmeisterschaft bezwingen konnte.

RiWi 2 verlor jedoch gleich anschliessend hauchdünn gegen Wigoltingen 2, das sich damit die Chancen weiter offen hält. Kaum auf den Titel, aber auf einen der Medaillensätze. Eine noch bessere Ausgangslage vergab das Aufsteigerteam gegen den SVD 2. Im alles entscheidenden fünften Abschnitt wehrte Wigoltingen 2 zuerst einen Satzball ab, vergab dann aber selbst einen und musste sich schlussendlich doch geschlagen geben.

Ausgeglichenes Spitzenspiel

Dank diesem Sieg blieb Diepoldsau ungeschlagen und hätte mit einem Sieg gegen EE2 die Tabellenführung übernehmen können. Das junge Heimteam siegte im ersten Satz, scheiterten in der Folge aber immer wieder an Fehleinschätzungen beim Spiel am Seil. Zu oft verzichtete es aufs Blocken und gab so den Thurgauern die Möglichkeit zum gezielten Abschluss.

Trotzdem blieb die jederzeit spannend und hart umkämpfte Partie offen. Zweimal mussten die Mannschaften in die Verlängerung und beide Male benötigte EE2 drei Satzbälle zur Siegsicherung. Im vierten Abschnitt hatte zudem der SVD 2 mit dem ersten Satzball die Möglichkeit zum Satzgleichstand, vergabe diese und wurde schlussendlich besiegt. /Cas