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1. Liga: Dominantes EE3 und Rheintaler Duo in Führung

Müller Karl/Conrad Aschwanden 09.05.2013

Das beindruckend überlegene dritte Team des Schweizer Vizemeisters Elgg-Ettenhausen (EE) sowie die Reserven von Faustball Widnau und der TV Rebstein führen nach dem ersten Spieltag der Ostschweizer Erstligameisterschaft. Dieses Trio entschied seine beiden Einsätze diese Woche jeweils erfolgreich.

Bereits am Montag stand Faustball Widnau 2 auf der heimischen Lugwies im Einsatz. Das Team setzte sich aus drei früheren NLA-Spielern, einem Aktiven sowie einem Nachwuchsspieler zusammen. Der erst 18-jährige Pascal Krenn führte alle Angaben aus und bewies dabei grosse Fortschritte. Immer wieder wusste er mit seinen an die Grundlinie ausgeführten, langen Serviceschlägen zu punkten. Mit ihm bildete der wieder zu Widnau zurückgekehrte Manuel Sieber den Angriff und führte die Rückschläge aus.

Ähnlich gemischt traten die Reserven der FG Rickenbach-Wilen (RiWi) im Rheintal an. Das Team um Spielertrainer Marcel Eicher hielt den ersten Satz gegen das Heimteam lange offen, musste sich letztendlich aber knapp geschlagen geben. Mit Fortdauer der Partie setzte sich Widnau immer besser in Szene und schloss die Eröffnungspartie bereits nach 36 Minuten mit einem klaren 3:0-Sieg ab.

Mit dem gleichen Resultat endete auch die folgende Partie zwischen den beiden Gastmannschaften. RiWi 2 schlug dabei den Aufsteiger Thundorf mit seinen Routiniers. Wie sehr die einzelnen Satzergebnisse wichtig sind, beweist dieses Thurgauer Duell. Ein 3:0 mit klaren Teilresultaten ist eben anders zu werten als ein 3:0 wie es am Montag gespielt wurde. Denn das Spiel verlief äusserst ausgeglichen und RiWi 2 gewann jeden Satz nur mit den geforderten zwei Bällen Differenz. Zwei Abschnitte mussten sogar in die Verlängerung und Thundorf verlor dabei den dritten Satz erst nach der Vergabe von zwei Satzbällen.

In der dritten Partie siegte der Aufsteiger gar im ersten Satz gegen Widnaus Reserven, verlor nach dem ersten Seitenwechsel nur knapp den zweiten und mussten sich erst im weiteren Verlauf klar geschlagen geben.

Überlegenes Heimteam

Am Dienstag demonstrierte das dritte Team der FG Elgg-Ettenhausen seine Stärke. Die mit Routiniers gebildete Mannschaft setzte zwischenzeitlich sogar den erst 16-jährigen Nachwuchsspieler Max Robe ein. Einzig im dritten Satz gegen das mit sieben Routiniers angetretene Oberbüren (neu mit Simon Forrer von RiWi) kam die Faustballgemeinschaft auf dem Sportplatz in Ettenhausen kurz in Rücklage.

Mit einer Serie von Eigenfehlern verhalf es den Gästen zur Wende im Spiel. EE3 kämpfte sich nochmals heran und stand mit einem Matchball vor dem endgültigen Sieg. Doch erneut unterliefen ihnen Eigenfehler und Oberbüren verlängerte das Spiel mit einem Satzgewinn.

Nach schlimmer erwischte es mit Diepoldsau 3 den SAP-Aufsteiger. Mit Eigenfehler in mehreren Serien unterlag er dem Heimteam klar in drei Sätzen. Doch davor boten die Rheininsler eine hart umkämpfte Partie mit Oberbüren. Nach einem knappen Satzgewinn für Diepoldsau 3 entschied wohl der zweite Abschnitt über den Sieger dieses ausgeglichenen Spiels. Während die Fürstenländer mit einem Satzball vor dem Teilerfolg standen und diesen aber vergaben, gelang dies dem Aufsteiger mit der vierten Möglichkeit.

Der 28-jährige Michael Hutter, der noch vor zwei Jahren im NLA-Team die Bälle abwehrte, führte den SVD 3 als Hauptschläger. Mit ihm bildeten ein Aktiver sowie drei Nachwuchshoffnungen die Mannschaft, während zwei weitere Aktivspieler zum Wechseln bereit standen.

Eigenfehlerserien

Am Mittwoch waren es häufige Eigenfehler aller drei Mannschaften, welche die Spielrunde In Waldkirch bestimmten. Spielerwechsel oder Rochaden halfen meist nur vorübergehend. In allen Teams kamen mit Ausnahme des Nachwuchsspielers Janick Suter (Wigoltingen) ausnahmslos Aktivspieler zum Einsatz.  Mit zwei Heimniederlagen startete der NLB-Absteiger TSVW ganz schlecht in die Meisterschaft.

Es entwickelten sich drei ausgeglichene Partien, deren Ausgang lange offen blieb und die über 200 Minuten dauerten. Einzig die mittlere Partie der beiden Gastmannschaften bestimmte Rebstein. Doch die Rheintaler mussten den Reserven des NLA-Vereins Wigoltingen den ersten Satz knapp überlassen. Danach gestaltete sie aber das Spielgeschehen und siegten schlussendlich klar.

Hin und her verlief vor allem das letzte Spiel zwischen Waldkirch und Wigoltingen 2. Im Entscheidungssatz führten die Thurgauer vorentscheidend mit 10:5, doch der Matchball wollte ihnen nicht gelingen. Das Heimteam kam nochmals mit vier Bällen dicht heran, doch dann gelang den Gästen im letzten Moment der siegbringende Ball. /Cas

 

Alle Resultate 1. Spielrunde und Rangliste unter:

www.faustball-ostschweiz.ch