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Keine Medaille am Champions Cup

Fehr Nicolas / Publiziert: Frei Simon 11.01.2022

Dieses Wochenende fand vom 8. bis 9. Januar in Pfungstadt (DE) der EFA 2022 Men’s Champions Cup statt, bei dem sich die besten Vereinsmannschaften Europas gegenüberstanden. Die FG Elgg-Ettenhausen hatte sich mit dank des Schweizermeistertitels in der Hallensaison 2020 für diesen internationalen Event qualifiziert.

Elgg-Ettenhausen war Teil eines ungemein starken Teilnehmerfeldes. Die weiteren Teams waren der deutsche Meister, der TSV Pfungstadt, der österreichische Meister, die UNION Tigers Vöcklabruck, und der deutsche Vizemeister aus Käfertal. Elgg-Ettenhausen bekam im Halbfinale als Gegner Pfungstadt zugelost, die den Champions Cup in den vergangenen Jahren beinahe nach Belieben dominierten und dieses Wochenende den unglaublichen achten Titel in Serie anstrebten.  

Elgg-Ettenhausen – Pfungstadt 1:4 (1:11/11:9/6:11/7:11/7:11)
Elgg-Ettenhausen – Käfertal 0:4 (5:11/7:11/8:11/5:11)  

Satzgewinn im Halbfinale
Die FG ging am Samstag als glasklarer Aussenseiter ins Halbfinale gegen Pfungstadt, da das Team rund um ihren Angreifer Patrick Thomas den Faustballsport über das letzte Jahrzehnt hinweg geprägt und beinahe schon unzählige Titel nach Pfungstadt geholt haben. Entsprechend deutlich fiel dann auch der 1. Satz aus. 1:11 war das klare Verdikt aus der Sicht von Elgg-Ettenhausen. Dabei wurden der FG einige Angabenfehler, sowie Schwierigkeiten im Block gegen Patrick Thomas zum Verhängnis. Im 2. Satz schaffte man es dann allerdings den wohl etwas zu grossen Respekt vor dem Gegner abzulegen und konnte den Satz dank stark verbessertem Spiel gar mit 11:9 gewinnen. Von nun an verlief das Spiel deutlich ausgeglichener. Die Aussenseiter aus Elgg und Ettenhausen hielten gut mit den Favoriten aus Pfungstadt mit. Es war beinahe ein Spiel auf Augenhöhe. Trotzdem war der Gegner im Endeffekt stärker, sodass die FG in jedem Satz jeweils einem kleinen Rückstand hinterherrennen musste. So kam es, dass Elgg-Ettenhausen phasenweise zwar gross aufspielte, die restlichen Sätze allerdings trotzdem abgeben musste und Pfungstadt schlussendlich mit 1:4 unterlag. Es war vor allem Patrick Thomas, der die Gäste mit seinen Prellern immer wieder vor unlösbare Probleme stellte. So war es sinnbildlich für das gesamte Spiel, dass er das Match mit einem hart geschlagenen Preller über die Tribüne beendete.  

Nichts zu holen gegen Käfertal
Am Sonntag hiess der Gegner für Elgg-Ettenhausen im Spiel um die Bronze-Medaille Käfertal, die sich am Vortag im Halbfinale gegen Vöcklabruck in einem Spiel, dass einem wahren Krimi gleichkam, mit 3:4 geschlagen geben mussten. Auch im «kleinen Finale» galt die FG als Aussenseiter, obwohl man sich durchaus Chancen ausrechnete das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Es kam hingegen anders. Elgg-Ettenhausen startete nicht wie gewünscht und fand über das gesamte Spiel keinen Zugriff auf das Spiel. Zu kompakt stand Käfertal in der Defensive und die beiden Angreifer Nick Trinemeier und Marcel Stoklasa vermochten die FG während des gesamten Spiels unter Druck zu setzen. Dementsprechend funktionierte auch der Spielaufbau nicht wie gewünscht, sodass Joël Fehr und Pascal Kupper zu wenig in Szene gesetzt werden konnten. So gingen die ersten beiden Sätze klar und diskussionslos an Käfertal. Im 3. Satz konnte dann die gegnerische Angabe mehrfach entschärft werden, sodass Elgg-Ettenhausen zwischenzeitlich mit 7:3 in Führung lag. Dieser Vorsprung konnte allerdings nicht über die Ziellinie gebracht werden, sodass auch der 3. Satz verloren ging. Der 4. Satz war dann wieder eine klare Angelegenheit zu Gunsten von Käfertal. Somit verlor die FG das Bronze-Spiel klar mit 0:4. Das Resultat war aber wohl etwas zu deutlich. Elgg-Ettenhausen liess auch in diesem Spiel immer wieder ihre Klasse aufblitzen und deutete immer wieder ihr grosses Potential an. Schlussendlich wog wohl auch der Ausfall des noch immer nicht genesenen Dario Hofers stärker als gedacht. Die Mannschaft vermisste den technisch versierten Linksschläger in einigen Spielsituationen besonders stark. «Wir hatten in jedem Satz ein, zwei unnötige Fehler drin, die von Käfertal knallhart bestraft wurden», so Captain Nicolas Fehr. «Wir sind trotzdem froh, dass wir auf diesem Niveau Faustball spielen durften. Es war für uns alle eine Premiere. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und wissen, woran wir arbeiten müssen.»  

Spieler: Joël Fehr, Pascal Kupper, Moritz Menz, Nicolas Fehr (C), Leon Heitz, Christoph Mächler, Rico Strassmann Coach: Markus Fehr Betreuer: Dario Hofer

 

Joël Fehr und Patrick Thomas im Blockduell. Bildquelle: Wolfgang Neuberth